Sexuelle Gesundheit

Informiert sein und auf sich aufpassen

 
 
 

Was sind STIs?
Sexuell übertragbare Infektionen (engl: sexually transmitted infections) haben in den letzten Jahren zugenommen, deswegen sollten sich sexuell aktive Menschen mit wechselnden Partnern sich regelmäßig darauf testen lassen.
Die häufigsten STIs sind Gonokokken (auch als Tripper bekannt), Chlamydien, Syphilis und Herpes. All diese STIs kommen wesentlich häufiger vor als HIV-Neuinfektionen und werden oft unterschätzt. Die Hepatitis Viren finden Sie weiter unten.

Gonokokken
Die nur durch Abstriche identifizierbaren Gonokokken können Symptome wie Ausfluss, Juckreiz, Rötung oder schmerzen beim wasserlassen verursachen, aber auch komplett symptomlos verlaufen. Deswegen sind hier regelmäßige Untersuchungen wichtig, da unbehandelte Gonokokken sich schlussendlich auch zu Unfruchtbarkeit führen können.

Chlamydien
Chlamydien können ebenfalls nur durch Abstriche identifiziert werden und betreffen im Wesentlichen Frauen und führen unbehandelt öfter zu Unfruchtbarkeit als bei Männern. Sie sind ebenfalls durch Antibiotikagabe heilbar, sodass Menschen mit wechselnden Sexualpartnern sich regelmäßig untersuchen lassen sollten.

Syphilis
Auch bekannt als Lues, wird durch eine Blutabnahme identifiziert. Zu Beginn findet man ein schmerzloses Geschwür an der Eintrittspforte im Bereich der Geschlechtsteile. Die darauffolgende latente Infektionszeit kann jahrelang symptomlos verlaufen, weswegen die Syphilis oft übersehen wird. Deswegen sind jährliche Tests bei wechselnden Sexualpartnern zu empfehlen.
Kondome können bei konsequenter Anwendung von Anfang bis Ende etwa eine 50% Reduktion des Ansteckungsrisikos bewirken bei allen drei Erregern, schützen aber nicht komplett. Sollten Sie nach einer Diagnose eine Therapie benötigen, können Sie Ihr Rezept bei uns einlösen. Wir haben die gängigsten Leitlinien Medikamente vorrätig.

Die Kampagne Liebesleben der BZgA bietet viele weiterführende Informationen zu dem gesamten Themenkomplex, zudem bietet die Plattform Zanzu (der BZgA) leicht verständliche Informationen in 13 Sprachen zu vielen Aufklärungsthemen.
In vielen Städten bieten die Gesundheitsämter Tests an, genauso wie spezialisierte Ärzte, Links hierzu finden Sie unter Community.

Hepatitis
Die Hepatiden aber auch Herpes sind weitere nicht zu unterschätzende Viren, welche oft unerwartet im Liebesleben auftauchen.

Hepatitis A und B
Hepatitis A kann sowohl sexuell über die Nahrung übertragen werden, was im Urlaub vorkommt, wo die hygienischen Bedingungen nicht ausreichend sind. Glücklicherweise heilt sie von selbst aus und ist die am wenigsten bedrohliche Art. Hepatitis B-Viren heilen selten von alleine aus und sind relativ leicht sexuell übertragbar. Zudem benötigen Sie eine lebenslange Therapie, weswegen eine Impfung gegen Hepatitis A und B empfohlen wird. Da eine Infektion mit Hepatitis D bei gleichzeitig bestehender Hepatitis B Infektion möglich ist, ist man durch die Impfung gegen Hepatitis B davor geschützt!

Hepatitis C
Diese Form der Leberentzündung ist tückisch, da sie häufig chronisch verläuft und in der Regel sehr spät erkannt wird. Zudem gibt es aufgrund der vielen Subtypen bei dem Virus bisher keine Impfung, eine wiederholte Infektion ist somit möglich. Mittlerweile gibt es jedoch sehr wirksame, jedoch preisintensive Arzneimittel, welche oft eine komplette Ausheilung ermöglichen. Um langanhaltende Leberschäden zu vermeiden, ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung notwendig.
Eine Prävention ist wichtig um Neuinfektionen aber auch erneute Ansteckung zu verhindern. Durch den Gebrauch von Präservativen beim Geschlechtsverkehr (Kondome, Handschuhe je nach Praktik) und immer frischen Gebrauchsutensilien (Spritzbesteck aber auch Röhrchen für die intranasale Applikation) beim Drogengebrauch, kann das Risiko einer Infektion reduziert werden. Weitere Information zum Thema Drogensucht finden Sie unter https://www.drugcom.de/.

Herpes
Herpes Viren kommen bei fast jedem Menschen vor, oftmals kommt ein Schub in Form von Bläschen. Diese können am Mund sowie an Geschlechtsteilen auftreten und müssen keinem Geschlechtsakt folgen. Oft ist das Immunsystem geschwächt, wenn ein Herpes ausbricht.



 
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